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<title>Stadtkirche Borna</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Stadtkirche Borna</span></h1>
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<p>Die <b>Stadtkirche Borna</b> ist eine Kirche der Evangelisch-Lutherischen Emmauskirchgemeinde Bornaer Land, zu der sich die St. Marienkirchgemeinde <a href="Borna" title="Borna">Borna</a> und die Kirchgemeinde Lobstädt-Neukieritzsch 2020 zusammenschlossen. Die Gemeinde gehört zur <a href="Evangelisch-Lutherische_Landeskirche_Sachsens" title="Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens">Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Sachsen</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der bedeutende <a href="Sp%C3%A4tgotik" class="mw-redirect" title="Spätgotik">spätgotische</a> Bau des 15. Jahrhunderts bezieht den im Kern <a href="Romanik" title="Romanik">romanischen</a> Westturm des Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert ein. Der Reformator Martin Luther hat mehrfach in dieser Kirche gepredigt,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Kirche ist eine Station des <a href="Lutherweg_Sachsen" title="Lutherweg Sachsen">Lutherwegs</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>

<p>Bei Grabungen im Jahr 1964 wurden Grundmauern aufgedeckt, die über den Grundriss der romanischen Vorgängerkirche Aufschluss geben. Die <a href="Saalkirche" title="Saalkirche">Saalkirche</a> erstreckte sich in Turmbreite nach Osten. Die Fundamente der Vorlagen eines <a href="Triumphbogen_(Kirchenbau)" title="Triumphbogen (Kirchenbau)">Triumphbogens</a> wurden im Bereich des heutigen Triumphbogens freigelegt. Die Seitenwände des <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chores</a> waren ebenfalls identisch mit denen des heutigen. Ein Abschluss wurde nicht gefunden, vermutlich war der Chor eingezogen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Kirche wurde seit dem <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a> zeitweilig auch als Katharinenkirche bezeichnet.
</p><p>Nach einer Inschrift in einem <a href="Strebepfeiler" title="Strebepfeiler">Strebepfeiler</a> wurde 1411 mit dem Neubau des Chores begonnen. Das langgestreckte Gebäude besaß ein <a href="Kaffgesims" class="mw-redirect" title="Kaffgesims">Kaff-</a> und ein <a href="Sockelgesims" class="mw-redirect" title="Sockelgesims">Sockelgesims</a>. Warum der Bau nach über zwanzig Jahren immer noch nicht fertiggestellt war, ist nicht überliefert; vermutlich waren die Hussitenkriege und Seuchen der Grund. Der Rat der Stadt verpflichtete 1434 den Werkmeister Hans Wolffart aus Königsberg in Franken, den Chor zu vollenden. In einer Urkunde ist überliefert:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„<i>Dem Meister Hans Wolffhart aus Königsberg ist verdingt worden, den Chor zu Unser Lieben Frau zu Borna bis unter das Dach an Mauerwerk zu vollenden. Dabei soll er alle Werkmeister und Knechte auf eigene halten und haben. Dafür soll man ihm 7 gute Schock Groschen geprägten Geldes reichen und geben. Groschen Pfennige oder Heller, je nachdem was das Gotteshaus zur Verfügung hat. Auch soll man ihm alle Wochen, wenn er mit seinen Gesellen arbeitet, einen Groschen Badegeld geben. Auch soll der gute Meister seinen Lohn anstehen lassen, solange der Chor vollendet wird aber sein Kostgeld soll man ihm alle Wochen rechnen. Auch soll der eben genannte Meister das Werkzeug, damit er arbeitet, in der Hütte selber haben und das Gotteshaus soll ihm spitze Werkzeuge, Stiele und Schaufeln geben. Nach der Arbeit soll er das ganze Rüstholz und was dazugehört der Kirche überlassen.</i>“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>1455 wurde Moyses von Altenburg mit der Errichtung der Pfeiler und Gewölbe des Langhauses beauftragt. Da die Kirche bereits 1456 geweiht wurde, ist eine Fertigstellung der Umfassungsmauern des Langhauses in der Mitte des 15. Jahrhunderts anzunehmen. Der Turmabschluss mit seinen Giebeln ist mit der Jahreszahl 1555 bezeichnet.
</p><p>In den Jahren 1654 und 1709 fanden Erneuerungsarbeiten an der Kirche statt. 1866–1868 erfolgten eine <a href="Neugotik" class="mw-redirect" title="Neugotik">neugotische</a> Umgestaltung und die Errichtung von Anbauten nach Plänen von <a href="Constantin_Lipsius" title="Constantin Lipsius">Constantin Lipsius</a>. Nach dem Auftreten verschiedener Schäden ist das Gebäude durch <a href="Julius_Zei%C3%9Fig" title="Julius Zeißig">Julius Zeißig</a> 1908–1910 nochmals erneuert worden. 1963–1967 wurde die Kirche umfassend restauriert, wobei man eine Annäherung an deren mittelalterlichen Zustand anstrebte. Hierfür wurde die neugotische Ausstattung entfernt und eine moderne Orgelempore eingebaut.
</p><p>Eine Außenrestaurierung des Bauwerks erfolgte 1992–1994. In den Jahren bis 2005 wurde der Innenraum komplett saniert. Dann wurde erkannt, dass der Turm aufgrund von Bergbauschäden in seiner Standsicherheit gefährdet war, er geriet etwa 70&nbsp;cm aus dem Lot. Die Sanierungskosten sollten sich auf über eine Million Euro belaufen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außenbau"><span id="Au.C3.9Fenbau"></span>Außenbau</h3></div>
<p>Der untere Teil des aus verputztem Bruchstein errichteten Turmes ist der älteste Bauteil der Kirche, er entstand vermutlich im 13. Jahrhundert. Er ist durch ein spitzbogiges <a href="Portal_(Architektur)" title="Portal (Architektur)">Portal</a> erschlossen und darüber durch kleine Rundfenster gegliedert. Die Rahmung des Portals endet in einem geteilten Blatt. Darüber befindet sich unter einem Baldachin das Relief eines Christuskopfes. Das zweite Geschoss wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts hochgemauert. Die Wände sind durch <a href="Birnstab" title="Birnstab">birnstabförmige</a> Stäbe in der Mittelachse und an den Seiten gegliedert. An der Westseite sind vier Schallöffnungen mit Vierpassmaßwerk zu sehen. Der zweigeschossige Turmaufbau ist mit Rund- und Vorhangbogenblenden gegliedert. Geschweifte Giebel auf der Nord- und Südseite des Turms bilden den Abschluss des quer zur Gebäudeachse errichteten Satteldachs an dessen Schmalseiten.
</p><p>Der von Hans Wolffart fertiggestellte einschiffige Chor zu zwei Jochen ist mit Werksteingliederungen versehen und schließt im Osten mit einem 5/8-Polygon.<sup id="cite_ref-Magirius_1976,_Seite_10_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Magirius_1976,_Seite_10-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An den ursprünglich von <a href="Fiale" title="Fiale">Fialen</a> gekrönten Strebepfeilern im Außenbereich sind Figuren angebracht. Die mittlerweile stark verwitterten Darstellungen von Männern, Frauen und Engeln tragen teilweise Schriftbänder und reiche Bekleidung. Es handelt sich hierbei möglicherweise um Stifterfiguren.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Langhaus zu vier <a href="Joch_(Architektur)" title="Joch (Architektur)">Jochen</a> ist von einem hohen <a href="Satteldach" title="Satteldach">Satteldach</a> bedeckt, so dass der breite Westturm kaum höher als das Schiff aufragt. Chor und Langhaus besitzen zweibahnige, mit Fischblasenmaßwerk versehene Spitzbogenfenster; das Fenster im Chorscheitel ist dreibahnig unterteilt. Die Farbwirkung des Außenbaus wird durch den hellen Verputz der Wände, die farbig gefassten Fenstergewände und Strebepfeiler mit weißer Fugenbemalung sowie die schiefergedeckten Dächer geprägt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Innenraum">Innenraum</h3></div>
<p>Das Erdgeschoss des Turms ist innen dreigeteilt. In der Achse des Portals führt ein Raum mit Tonnengewölbe in das Mittelschiff. Der nördliche Raum war ursprünglich durch eine spitzbogige Öffnung mit dem Mitteldurchgang verbunden. Der Raum an der Südseite ist mit einer Quertonne gewölbt und durch eine Wand abgeteilt.<sup id="cite_ref-Magirius_1976,_Seite_10_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Magirius_1976,_Seite_10-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das dreischiffige Hallenlanghaus ist auf nahezu quadratischem Grundriss in vier Joche unterteilt. Die massigen achteckigen Pfeiler<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gehen kämpferlos in die spitzbogigen Scheidarkaden zwischen Mittelschiff und Seitenschiffen über und bilden so einen Kontrast zu den reich figurierten Rippengewölben des Mittelschiffs. Hier ist mit im Grundriss bogenförmigen Rippen durch den Baumeister ein durch Parallelrippen erweitertes Kreuzrippengewölbe abgewandelt worden. Die Seitenschiffe besitzen einfache Kreuzrippengewölbe mit Wappenschlusssteinen. Einige Rippen ruhen auf Kopfkonsolen.
</p><p>Die beiden Chorjoche sind mit <a href="Kreuzrippengew%C3%B6lbe" title="Kreuzrippengewölbe">Kreuzrippengewölben</a> ausgestattet, das Rippenprofil ist birnenförmig gestaltet. Das östliche Joch vor dem Polygon wird von einer netzartigen Parallelrippenfiguration überspannt. Das Maßwerk im Scheitel der Jochbögen ist nasenartig. Die Rippen ruhen auf Konsolen mit reichem Figurenschmuck. Auf der Nordseite sind Pelikan, Löwe und Adler, im Chorpolygon Sündenfall und Verkündigung, auf der Südseite Heimsuchung, Geburt, Anbetung der Könige und Engel dargestellt. Die Gewölberippen sind als Birnstäbe ausgebildet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<ul><li>Der <a href="Hauptaltar" class="mw-redirect" title="Hauptaltar">Hauptaltar</a> ist fast unverändert erhalten, er wurde 1511 von dem Bildschnitzer <a href="Hans_Witten_von_K%C3%B6ln" class="mw-redirect" title="Hans Witten von Köln">Hans Witten von Köln</a> geschaffen, dessen Initialen H.W.Z auf seine Urheberschaft hinweisen. Auf der Gesimsleiste ist die Entstehungszeit vermerkt: <i>Anno Domini Millesimo Quingentesimo Undecimo</i>. Die Gemälde auf den Flügelrückseiten wurden 1512 angefertigt; das Kreuzigungsgemälde trägt diese Jahreszahl. Der Aufbau erhebt sich über dem spätgotischen Altar aus Stein bis in eine Höhe von fast zehn Metern. Der Mittelschrein ist 2,85 Meter hoch, er ist mit Seitenflügeln ausgestattet und ruht auf der <a href="Predella" title="Predella">Predella</a>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die romanische Porphyrtaufe mit einem umlaufenden Hufeisenbogenfries befand sich ursprünglich in der Kirche von <a href="Hartmannsdorf_(Borna)" class="mw-redirect" title="Hartmannsdorf (Borna)">Hartmannsdorf</a>.</li>
<li>Im nördlichen Seitenschiff befinden sich eine Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1510 sowie drei um 1420 entstandene Schnitzfiguren, die aus <a href="Frohburg" title="Frohburg">Elbisbach</a> stammen.</li>
<li>Eine <a href="Barock" title="Barock">frühbarocke</a> Figur des Auferstandenen vom Ende des 17. Jahrhunderts kam aus Großstorkwitz nach Borna.</li>
<li>Im südlichen Seitenschiff befinden sich vier ursprünglich zu einem Flügelaltar gehörende, um 1515 entstandene Schnitzfiguren aus Elbisbach. Eine nicht aus diesem Kontext stammende, um 1507 geschaffene Muttergottes wird dem Bildschnitzer <a href="Peter_Breuer_(Bildschnitzer)" title="Peter Breuer (Bildschnitzer)">Peter Breuer</a> zugeschrieben.</li>
<li>Ein wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geschaffenes großes Holzkruzifix gehörte ursprünglich zur ehemaligen Kirche in <a href="Trachenau" title="Trachenau">Trachenau</a> bei <a href="B%C3%B6hlen_(Sachsen)" title="Böhlen (Sachsen)">Böhlen</a>, die durch den Braunkohleabbau beseitigt wurde.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orgel">Orgel</h3></div>
<p>Die <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> wurde 1848 bis 1849 von dem Orgelbauer <a href="Urban_Kreutzbach" title="Urban Kreutzbach">Urban Kreutzbach</a> aus Borna erbaut. Das Instrument gelangte erst im Jahre 1983 aus <a href="Mochau_(D%C3%B6beln)" title="Mochau (Döbeln)">Mochau</a> in die Bornaer Stadtkirche und wurde dort in einem modernen <a href="Prospekt_(Orgel)" title="Prospekt (Orgel)">Prospekt</a> aufgestellt und erweitert. Das <a href="Windlade#Schleiflade" title="Windlade">Schleifladen</a>-Instrument hat 24 <a href="Register_(Orgel)" title="Register (Orgel)">Register</a> auf zwei <a href="Manual_(Musik)" title="Manual (Musik)">Manualen</a> und <a href="Pedal_(Orgel)" title="Pedal (Orgel)">Pedal</a>. die <a href="Traktur" title="Traktur">Trakturen</a> sind mechanisch.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<table border="0" cellspacing="24" cellpadding="18" style="border-collapse:collapse;">
<tbody><tr>
<td style="vertical-align:top">
<table>
<tbody><tr>
<td colspan="4"><b>I Hauptwerk</b> C–e<sup>3</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>1.</td>
<td>Bordun</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>2.</td>
<td>Gedackt</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>3.</td>
<td>Principal</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>4.</td>
<td>Oktave</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>5.</td>
<td>Flauto amabile</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>6.</td>
<td>Quinte</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">2<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">2</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">3</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>7.</td>
<td>Oktave</td>
<td>2′
</td></tr>
<tr>
<td>8.</td>
<td>Tertia</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">1<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">3</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">5</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>9.</td>
<td>Cornett IV
</td></tr>
<tr>
<td>10.</td>
<td>Mixtur III
</td></tr>
<tr>
<td>11.</td>
<td>Trompete</td>
<td>8′
</td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="vertical-align:top">
<table>
<tbody><tr>
<td colspan="4"><b>II Oberwerk</b> C–e<sup>3</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>12.</td>
<td>Doppelflöte</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>13.</td>
<td>Quintatoen</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>14.</td>
<td>Salizional</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>15.</td>
<td>Principal</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>16.</td>
<td>Spitzflöte</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>17.</td>
<td>Oktave</td>
<td>2′
</td></tr>
<tr>
<td>18.</td>
<td>Nasat</td>
<td><span class="bruch template-frac" style="line-height:0">2<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">2</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">3</sub></span>′
</td></tr>
<tr>
<td>19.</td>
<td>Sifflöte</td>
<td>1′
</td></tr></tbody></table>
</td>
<td style="vertical-align:top">
<table>
<tbody><tr>
<td colspan="4"><b>Pedalwerk</b> C–e<sup>1</sup>
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td>20.</td>
<td>Subbaß</td>
<td>16′
</td></tr>
<tr>
<td>21.</td>
<td>Principalbaß</td>
<td>8′
</td></tr>
<tr>
<td>22.</td>
<td>Choralbaß</td>
<td>4′
</td></tr>
<tr>
<td>23.</td>
<td>Oktave</td>
<td>2′
</td></tr>
<tr>
<td>24.</td>
<td>Posaune</td>
<td>16′
</td></tr></tbody></table>
</td></tr></tbody></table>
<ul><li><i><a href="Koppel_(Orgel)" title="Koppel (Orgel)">Koppeln</a>:</i> II/I; I/P, II/P.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Turm_und_Glocken">Turm und Glocken</h2></div>
<p>Der Turm, dessen untere Geschosse aus der Zeit um 1230 stammen, geriet durch den <a href="Braunkohletagebau" class="mw-redirect" title="Braunkohletagebau">Braunkohletagebau</a> in der Region und die damit verbundene Grundwasserabsenkung in bedenkliche Schieflage (etwa 70 cm aus dem Lot). Zur Sanierung wurde ab 2006/08 eine aufwändige Baugrundverfestigung durchgeführt, mit dem gleichen Verfahren wie beim <a href="Schiefer_Turm_von_Pisa" title="Schiefer Turm von Pisa">schiefen Turm von Pisa</a>. Gleichzeitig mit der Sanierung, über die man sich anhand eines Modells im Innern der Kirche informieren kann, wurde auch das fünfstimmige <a href="Glockengel%C3%A4ut" title="Glockengeläut">Glockengeläut</a> saniert und nach Abschluss der Arbeiten in einem neuen <a href="Glockenstuhl" title="Glockenstuhl">Glockenstuhl</a> wieder aufgehängt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Glocken haben folgende Daten:<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">

<tbody><tr>
<th>Glocke</th>
<th>Gussjahr</th>
<th>Gießer</th>
<th>Durchmesser</th>
<th>Gewicht</th>
<th><a href="Schlagton" title="Schlagton">Schlagton</a>
</th></tr>
<tr>
<td>1</td>
<td>1493</td>
<td><a href="Oswald_Hilliger_(Glockengie%C3%9Fer)" title="Oswald Hilliger (Glockengießer)">Oswald Hilliger</a></td>
<td>1580 mm</td>
<td>~ 2250 kg<span style="visibility:hidden;">0</span></td>
<td>cis′
</td></tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>1806</td>
<td><a href="Glockengie%C3%9Ferei_in_Apolda#Gießerei_Rose_/_Gebrüder_Ulrich" title="Glockengießerei in Apolda">Gebrüder Ulrich</a></td>
<td>1120 mm</td>
<td>~ 750 kg</td>
<td>e′
</td></tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>um 1400</td>
<td>unbekannt</td>
<td>1090 mm</td>
<td>~ 850 kg</td>
<td>gis′
</td></tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>1852</td>
<td><a href="Glockengie%C3%9Ferei_in_Apolda#Gießerei_Carl_Friedrich_Ulrich_/_Franz_Schilling" title="Glockengießerei in Apolda">Carl Friedrich Ulrich</a></td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>810 mm</td>
<td>~ 330 kg</td>
<td>h′
</td></tr>
<tr>
<td>5</td>
<td>1878</td>
<td>Gebrüder Ulrich</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>686 mm</td>
<td>~ 230 kg</td>
<td>cis″
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lutherdenkmal">Lutherdenkmal</h2></div>

<p>Das Lutherdenkmal des Metallkünstlers <a href="Hilko_Schomerus" title="Hilko Schomerus">Hilko Schomerus</a> steht in der Nähe der Kirche, es stellt <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Luther</a> als schmalen Mann mit einer geballten Faust und einer geöffneten Hand dar. Er ist in eine Mönchskutte gekleidet und trägt einen Backen- und Oberlippenbart. Luther wird hier in der Gestalt des Junkers Jörg mit auffallendem Gesicht gezeigt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Heinrich_Magirius" title="Heinrich Magirius">Heinrich Magirius</a>: <i>Die Kirchen in Borna.</i> Hrsg. Fritz Löffler, VOB <a href="Union_Verlag_Berlin" title="Union Verlag Berlin">Union Verlag Berlin</a> 1976</li>
<li>Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath, Heinrich Magirius: <i><a href="Dehio-Handbuch" title="Dehio-Handbuch">Dehio-Handbuch</a> der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen II.</i> München 1998, ISBN 3-422-03048-4</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://kirche-bornaer-land.de/"><i>Kirchen im Bornaer Land.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 14.&nbsp;August 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStadtkirche+Borna&amp;rft.title=Kirchen+im+Bornaer+Land&amp;rft.description=Kirchen+im+Bornaer+Land&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fkirche-bornaer-land.de%2F">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130710004129/http://www.evlks.de/aktuelles/nachrichten/6349.html">Predigttätigkeit von Martin Luther</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 10. Juli 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Magirius 1976, Seite 15 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130710004129/http://www.evlks.de/aktuelles/nachrichten/6349.html">Stadtkirche St. Marien in Borna feiert 550. Kirchweihfest</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 10. Juli 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-Magirius_1976,_Seite_10-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Magirius_1976,_Seite_10_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Magirius_1976,_Seite_10_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Magirius 1976, Seite 10</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Magirius 1976, Seite 16</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Magirius 1976, Seite 20</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Magirius 1976, Seite 24</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Nähere Informationen zur <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131219224910/http://www.kirchenmusik-borna.de/kreutzba.htm">Orgel</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Dezember 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://kirche-bornaer-land.de/stadtkirche-st-marien/">Kirchen im Bornaer Land: Stadtkirche St. Marien</a></span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=yWDDUMmEdbY">Borna St. Marien Plenum auf youtube.com</a></span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://kirche-bornaer-land.de/lutherdenkmal-borna-2/"><i>Lutherdenkmal Borna.</i></a> Evangelisch-Lutherische Emmauskirchgemeinde Bornaer Land,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 12.&nbsp;Februar 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStadtkirche+Borna&amp;rft.title=Lutherdenkmal+Borna&amp;rft.description=Lutherdenkmal+Borna&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fkirche-bornaer-land.de%2Flutherdenkmal-borna-2%2F&amp;rft.publisher=Evangelisch-Lutherische+Emmauskirchgemeinde+Bornaer+Land">&nbsp;</span></span>
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</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Stadtkirche_St._Marien_(Borna)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Stadtkirche Borna</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.kirche-borna.de/">Seiten der Gemeinde</a></li></ul>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">51.125058</span><span class="longitude">12.497699</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:51.125058,12.497699"><span title="Breitengrad">51°&nbsp;7′&nbsp;30,2″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">12°&nbsp;29′&nbsp;51,7″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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